Am 23. April 2026 besuchten Fachschülerinnen und Fachschüler der Fachschule Gotha die ehemalige Hinrichtungsstätte der DDR in Leipzig. Die Exkursion fand im Rahmen des Sozialkundeunterrichts statt und wurde von Lehrerin Frau Nette begleitet.
Durch die Gedenkstätte führte Herr Höllitzer, der den jungen Erwachsenen eindringlich vor Augen führte, welche Mechanismen politischer Willkür und staatlicher Gewalt das SED-Regime kennzeichneten. Die Gruppe erfuhr, wie das Ministerium für Staatssicherheit politische Häftlinge verfolgte, inhaftierte und – bis zur Abschaffung der Todesstrafe in der DDR 1987 – hinrichten ließ.
Für viele Teilnehmenden war der Besuch ein tief bewegendes Erlebnis. Die konkreten Schicksale, die Höllitzer anhand von Akten und Originalräumen schilderte, machten Geschichte greifbar – und die Fragilität demokratischer Grundrechte spürbar.
Frau Nette betonte den zentralen pädagogischen Anspruch der Fahrt: „Demokratiebildung bedeutet nicht nur, Rechte zu kennen – sondern zu verstehen, was es bedeutet, wenn sie fehlen.“ Die Exkursion ist Teil eines übergreifenden Schwerpunkts zu politischer Bildung im Sozialkundeunterricht der Schule.
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